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Antwerpen erleben: Kursfahrt zwischen Geschichte, Wirtschaft und Kultur 🇧🇪

vor 9 Stunden
3 Min. Lesezeit

Vom 31. August bis zum 4. September 2026 führte die gemeinsame Kursfahrt die drei Kurse 13 BG 2, 13 BG 3 und 13 BG 4 des Beruflichen Gymnasiums nach Antwerpen. Begleitet wurden die Lernenden von den Lehrkräften Nicole Garthe, Rebecca Marsteller, Andrea Rüffer und Jan Kaiser. Fünf Tage lang standen nicht nur das gemeinsame Erleben, sondern vor allem Geschichte, Kultur und wirtschaftliche Zusammenhänge auf dem Programm.

Nach der Ankunft am Montag begann die Kursfahrt mit einer rund zweistündigen Stadtführung durch Antwerpen. Zu Fuß erkundeten die Lernenden die historische Altstadt, lernten wichtige Sehenswürdigkeiten kennen und erhielten erste Einblicke in die Geschichte und Entwicklung der belgischen Hafenstadt.


Am folgenden Tag führte ein Tagesausflug nach Gent. Bei einer Bootsfahrt unter dem Titel „Das mittelalterliche Gent“ erschlossen sich die Lernenden die Stadt zunächst vom Wasser aus und erfuhren mehr über ihre historische Entwicklung, die mittelalterliche Architektur und ihre zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Anschließend waren die Lernenden selbst gefragt: In Kleingruppen erkundeten sie Gent und erstellten Kurzvideos zu den Themenbereichen „Geschichte & Wahrzeichen“, „Plätze & Stadtleben“ sowie „Kultur & Besonderes“. Dafür wählten die Gruppen verschiedene Orte aus, stellten diese vor und setzten ihre Eindrücke in eigenen Videos um. Auf diese Weise verband die Aufgabe historische und kulturelle Inhalte mit selbstständigem Arbeiten und einer kreativen medialen Umsetzung.



Einen ganz anderen Blick auf Antwerpen bot der Mittwoch. Bei einem Besuch des Flughafens Antwerpen, auch Flughafen Deurne genannt, erhielten die Kurse Einblicke in den Betrieb eines kleineren, stadtnahen Flughafens. Besichtigt wurden unter anderem das Terminal, das Flughafenmuseum mit historischen Flugzeugen, die Flugschule sowie die Start- und Landebahn. Ein besonderer Programmpunkt war der Besuch bei der Flughafenfeuerwehr, bei dem die Lernenden auch die Einsatzfahrzeuge aus nächster Nähe kennenlernen konnten. Da die vergleichsweise kurze Start- und Landebahn vor allem von mittelgroßen Passagierflugzeugen, kleineren Maschinen sowie Privat- und Geschäftsflugzeugen genutzt wird, konnten die Lernenden nachvollziehen, welche besonderen Bedingungen den Betrieb eines solchen Stadtflughafens prägen.
Nach den vielen fachlichen Eindrücken kam auch die gemeinsame Freizeit nicht zu kurz. Beim Bowling im Antwerp Amusement Center konnten die Kurse den Nachmittag miteinander verbringen, bevor der Tag bei einem gemeinsamen „Pimp your Burger“-Abend mit Burgern und Pommes ausklang.

Ein weiterer Schwerpunkt der Kursfahrt war die Bedeutung Antwerpens als internationaler Wirtschafts- und Logistikstandort. Bei einer rund zweistündigen geführten Bustour durch den Antwerpener Hafen, einen der größten Häfen Europas, wurde das enorme Ausmaß des Hafengebiets sichtbar. Große Schiffe, Containerterminals, Industrieanlagen und die umfangreiche Infrastruktur vermittelten einen anschaulichen Eindruck davon, welche Bedeutung der internationale Warenverkehr für Antwerpen und die gesamte Region hat.

Einen spannenden Kontrast zur modernen Hafenwirtschaft bot ein Zwischenstopp im historischen Dorf Lillo, das heute mitten im Hafengebiet liegt. Mit seinem alten Dorfkern und den Überresten der ehemaligen Festung zeigt der Ort auf besondere Weise, wie historische Strukturen und moderne Industrie unmittelbar aufeinandertreffen.

Zum Abschluss des Tages wechselte noch einmal die Perspektive. Im MoMu – Fashion Museum Antwerpenbeschäftigten sich die Lernenden mit Mode und Design und erhielten Einblicke in die Frage, wie Mode gesellschaftliche und kulturelle Entwicklungen aufgreift und zugleich mitgestaltet.
Am Freitag ging es nach dem Frühstück zurück nach Deutschland. Hinter den drei Kursen lagen fünf abwechslungsreiche Tage, in denen sie Antwerpen und Gent aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln kennenlernen konnten. Historische Stadtentwicklung, Kultur, Flughafenbetrieb, internationaler Warenverkehr, Logistik, Mode und Design machten die Kursfahrt zu weit mehr als einer klassischen Studienreise. Gleichzeitig bot sie den Lernenden die Gelegenheit, außerhalb des Schulalltags Zeit miteinander zu verbringen und die Gemeinschaft innerhalb der Kurse zu stärken.


So bleiben von Antwerpen nicht nur viele gemeinsame Erinnerungen, sondern auch zahlreiche Eindrücke und Erkenntnisse, die zeigen, wie spannend Lernen außerhalb des Klassenzimmers sein kann.

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