Der bilinguale Wirtschaftslehre-Kurs 12 BG5 besuchte kürzlich unter der Leitung von Lehrerin A. Leonhard die Firma Heraeus Medical GmbH in Wehrheim.
Ziel des Besuchs war es, Inhalte aus dem Unterricht direkt in der Praxis zu erleben.
Zu Beginn stellten ein Student des dualen Studiengangs und eine Auszubildende sowie die Personalleiterin Elke Berndl das Unternehmen Heraeus Medical vor. Kerngeschäft der Firma ist die Herstellung von Knochenzement, der unter anderem bei Prothesen eingesetzt wird.
Die Schülerinnen und Schüler konnten Fragen zum Unternehmen, den persönlichen Bildungswegen, Ausbildungsmöglichkeiten sowie zu dualen Studiengänge stellen. Im Anschluss daran durften die Schülerinnen und Schüler die Produktionsbereiche besichtigen. Da die Produkte später im medizinischen Bereich und bei Operationen eingesetzt werden, gelten dort besonders strenge Hygienevorschriften. Nach dem Anlegen von Schutzkleidung von Kittel, Hauben und Schuhüberziehern, besichtigte die Klasse die Fertigungsabteilung. Während der Führung beobachteten sie zahlreiche Arbeitsprozesse, Produktionsschritte und unterschiedliche Maschinen. Gerade im Hinblick auf den aktuellen Unterrichtsschwerpunkt „Planung und Optimierung von Fertigungsprozessen“ war dies besonders spannend, denn Unterrichtsthemen, wie Automatisierung, Arbeitsteilung oder unterschiedliche Produktionsformen, wurden vor Ort plötzlich greifbar und besser vorstellbar.
Ein sich daran anschließender Workshop gab einen weiteren Einblick, bei dem anhand eines Kniemodells gezeigt wurde, wie der Zement mit Hilfe von speziellen Verpackungen angerührt und später als Knochenzement im Operationssaal eingesetzt wird. Im praktischen Teil durften die Schülerinnen und Schüler selbst aktiv werden und mit Knochenzement experimentieren. Dabei gossen die Jugendlichen mit viel Spaß verschiedene Formen, wie zum Beispiel Einhörner, Rentiere, Delfine, Hunde und vieles mehr. Insgesamt hinterließ der Besuch bei der Klasse einen sehr positiven Eindruck, alle fühlten sich sehr willkommen im Unternehmen, sämtliche Fragen wurden stets offen und zugewandt beantwortet. Die Exkursion zeigte, wie wichtig Praxiserfahrungen für das Lernen sind.
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